Malpique – Nach dem Sturm ist vor dem Sturm
2010
Am Sonntag den 07.03. gegen 9.30 trafen sich begeisterte und teilweise noch sehr verschlafene Taucher im La Palma Diving Center um gemeinsam nach Malpique zu fahren und dort zwei bzw drei Tauchgänge zu erleben.
Wir waren eine höchstmotivierte, multikulturelle Tauchtruppe bestehend aus einem Spanier, 4 Deutschen und zwei Allgäuern ![]()
Gemeinsam wurden die Autos mit Tauchflaschen beladen, eine Tasse Kaffee geschlürft, die vollbepackten Tauchtaschen und weitere Ausrüstung (Sauerstoff, Erste Hilfe) in den Truck geladen.
Nach 45 minütiger Autofahrt voller enger Kurven mit schwindelerregend hohen und steilen Abhängen war der Tauchplatz dann endlich erreicht.
Eine sehr traurige Nachricht
Alle waren wir schon sehr gespannt auf die Tauchgänge, good vibrations, kameradschaftliches “Auf die Schulter klopfen” und Lachen everywhere, als Guide und Tauchlehrer Fina stirnrunzelnd die Lage peilte, laut dachte und uns die schlechte Nachricht kundtat. “… da hat der Sturm aber ganz schön gewütet … den Weg hat es auch weggespült … mit dem Tauchgerät zwischen den Felsen und Steinbrocken rumturnen, kann ich nicht verantworten ! Tut mir leid die Sicherheit geht vor … da können wir nicht runter, sorry Freunde”
In der Tat hatte Sturm und Unwetter den gesamten Sandstrand und ebenfalls den Weg zum Strand einfach so weggespült, Teile des Weges waren richtig weggebrochen und hinterliessen eine Kluft, waren also nicht mehr zu passieren.
Mit langen Gesichtern schauten wir uns an, die Enttäuschung jedem ins Gesicht
geschrieben, hier und da wurde gar verschämt eine kleine Träne aus dem Augenwinkel gewischt, wo wir uns doch alle so auf die Tauchgänge gefreut hatten.
Der Mann aus den Bergen
Ralf der Mann aus dem Allgäu blickte stirnrunzelnd den abgestürzten Weg an und rieb sich die Nase, so wie wir es von Wicki und die starken Männer kennen. Seine Augen verengten sich, er zog hastig an seiner Zigarette und sagte etwas für unsere Ohren jedoch total Unverständliches. “Was hat er gesagt ?” Alle Augen richteten sich auf seine langjährige Freundin Tine, die dann den Allgäuer Kuhhirten / Bergsteiger / Gamsenpeter / Skifahrerdialekt für unsere Ohren verständlich machte und übersetzte (wie schon viele Male zuvor). Er meint, wir können eine Kette bilden und so alles zum Strand schaffen, sagte sie mit erhobener Stimme und blinzelte in die Sonne. Alle Blicke fielen auf Fina, die dann zur Freude aller, die Genialität von Ralf mehrmals unterstrich und dem Vorschlag das Prädikat “Sehr Gut” verlieh. In Windeseile wurde eine Kette gebildet, mit vor Stolz geschwollener Brust hiefte Ralf die Flaschen aus dem Wagen, während er immer wieder vor sich hin flüsterte, si hot gsogt ibi ir Höld. (Übersetzung: Sie gesagt, ich sei ihr Held)

