Karneval feiern auf La Palma – Sowas hat die Welt noch nicht gesehen

Karneval feiern auf La Palma - Sowas hat die Welt noch nicht gesehen

Eine der eindrucksvollsten und interessantesten Fiestas auf La Palma ist der Karneval, der im Februar/März unter der lachenden Sonne der Kanaren stattfindet.

Daher haben sich Taucher, Tauchlehrer und Mitarbeiter des La Palma Diving Centers gemeinsam am 15.02.2010, also am Rosenmontag auf den Weg nach Santa Cruz de La Palma gemacht. Selbstverständlich war alles in Weiss gekleidet. Warum das so ist – lesen sie weiter unten.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Die Geschichte des Karnevals

Die öffentliche Kritik an der Regierung während des Karnival war ein Dorn im Auge der herrschenden Regenten und so wurde schon 1523 die aus dem 15. Jahrhundert stammende Tradition von Carlos I per Gesetz verboten. Dieses Verbot dauerte an, bis Felipe V (1683-1746) es wieder aufhob und den Karnival erlaubte. General Franco sprach sich während des Bürgerkriegs gegen den Karneval aus. Als die Diktatur Francos mit seinem Tod ein Ende fand, kam auch die Narrenzeit offiziell wieder.

Los Indianos der absolute Höhepunkt

Auf La Palma ist der Höhepunkt der “Dia de los Indianos” (Tag der Emigranten), der am Rosenmontag im Hafen von Santa Cruz de La Palma aufwendig zelebriert wird. Dort werden die Rückkehrer aus den einstigen Kolonien begrüßt. Vor etwa 300 Jahren mussten auf Grund der schlechten Wirtschaftslage viele Palmeros ihr Glück und Arbeit, um ihre Familien zu ernähren, in der Ferne suchen.

Alle in Weiss

Alle in Weiss

Es begann eine Auswanderungswelle in die Karibik, Kuba und Venezuela. Viele Jahre später hatten viele von ihnen ihr Glück gefunden, kehrten als reiche, erfolgreiche Emigranten zurück und brachten ihre neuen Familien mit nach La Palma.

Hier wird gepudert !

Hier wird gepudert !

Dies ist einer der Hauptgründe für die karibische Lebensweise und den starken südamerikanischen Einschlag auf der Insel La Palma, was auch den heutigen latein-amerikanischen Einfluss, vor allem in der Musik, gut erklärt.

Die “neureichen Kolonialherren”, die in edlen Zwirn gekleidet sind, passende Strohhüte tragen und ihre Stoffpapageien dabei haben, kommen in Begleitung ihrer “schwarzen Hausmädchen”, die nicht weniger auffällig und mit kitschigem Schmuck behangen sind, auf Schiffen in den Hafen. Voll bepackt mit “Koffern voller Geld” werden die “Indianos” offiziell im Rathaus begrüßt. Begleitet wird das ganze von Musikgruppen, die die typische kubanische Musik spielen.

Weitere Seiten: 1 2